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IM REIFENGROSSHANDEL
Reifen für LKW und EM von der Küke Vertriebsgesellschaft
Reifen ABC
Manche Fahrzeughersteller schreiben Reifenfabrikate, teilweise sogar Profile für ein bestimmtes Fahrzeug vor. Diese Vorschrift ist seit dem Jahr 2000 für PKW nicht mehr bindend, berüchsichtigt werden sollten in Einzelfällen jedoch die Empfehlungen der Fahrzeug- oder Reifenhersteller. Dies gilt insbesondere bei Fahrzeugen, die für sehr hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Bestimmte Reifenspezifikationen (ZR > 240 km/h und ZR(Y) > 300 km/h) erfordern die unbedingte Freigabe des Reifenherstellers. Bei Motorrädern sind Fabrikatsbindungen weiterhin verpflichtend.
Über die vier postkartengroßen Aufstandsflächen der Reifen müssen sämtliche Kräfte in Längs- oder Querrichtung übertragen werden, die beim Lenken, Bremsen oder Gasgeben entstehen. Möglich macht diese Kräfteübertragung erst die Reibung zwischen Reifen und Straße. Wie gut diese funktioniert, hängt von Faktoren wie Fahrbahnbeschaffenheit, Geschwindigkeit oder Witterung ab.
Fahrstabil meint ein Fahrverhalten, bei dem das Fahrzeug der Lenkbewegung folgt ohne zu rutschen, hierbei bewegt sich das Fahrzeug im Bereich der Haftreibung. Die Reifen bewegen sich innerhalb des optimalen Schlupfbereiches. Instabiles Fahrverhalten wäre unkontrolliertes Rutschen.
Zur Fahrwerksgeometrie zählen unter anderem Sturz, Spur und Nachlauf. Um nach der Umrüstung auf eine andere Reifendimension optimale Fahreigenschaften zu erhalten, muss das Fahrwerk nachträglich oft neu eingestellt werden. Es kann sonst zu negativen Auswirkungen auf das Fahrwerk und die Sicherheit kommen.
Notrad, welches (zunächst ohne) Luftfüllung in einer Reserveradmulde, die deutlich kleiner als die eines "normalen" Rades ist, verstaut wird. Erst bei Benutzung wird der Reifen mittels eines mitgelieferten Kompressors mit Luft befüllt. Dabei entfaltet er sich und wird zum einsatzfähigen Notrad, mit den laut Bedienungsanleitung gegebenen Einschränkungen.
Reifen für spezielle Anwendungen im landwirtschaftlichen Bereich. Neben hoher Traktion sind auch gute Selbstreinigung und geringer Bodendruck zur Vermeidung von Bodenverdichtung wichtig. Dies führt zur Entwicklung sehr breiter Reifen, die mit geringem Luftdruck gefahren werden können, um so den Ackerboden weitestgehend zu schonen.
Die Federung ist der Teil des Fahrwerks der gewährleistet, der Fahrbahnunebenheiten ausgleicht und verhindert, dass die Räder zeitweise den Fahrbahnkontakt verlieren. Die Federung dient also nicht nur dem Fahrkomfort, sondern auch der Fahrsicherheit und dem Schutz des Fahrzeugs. Auch die Bereifung trägt einen Teil zur Federung des Fahrzeugs bei. Bei modernen Fahrzeugen können Stahlfedern sowie Hydraulik- oder Luftfederung eingebaut sein.
Die Restunwuchten, die durch geänderte Radzentrierung, Nabe und Bremsscheibe auftreten, werden direkt am Fahrzeug ausgeglichen. Feinwuchten sollte man möglichst immer an allen Rädern.
Als Felge bezeichnet man das Rad ohne Reifen. Im ursprünglichen Sinn bezeichnet die Felge eigentlich nur den äußeren Ring, auf den der Reifen montiert wird. Erst durch die Radschüssel wird aus der Felge ein Rad. Leichtmetallräder werden heute oft aus einem Stück gefertigt.
Die international gebräuchlichen Größenangaben für Felgen – zum Beispiel 7 J x 16 – stehen für die Felgenbreite von Felgenhorn zu Felgenhorn, hier sieben Zoll und den Felgen-Durchmesser, hier 16 Zoll. J beschreibt die Form des Felgenhorns.
Äußerer Teil einer Felge, an den sich der Reifen nach der Luftbefüllung anlegt. Es gibt verschiedene Felgenhornformen, die sich meist in der Höhe unterscheiden. Bei größeren Felgen ist das "J-Horn" am weitesten verbreitet.
Der Felgenschutz ist eine Gummiverstärkung in der Seitenwand des Reifens zum Schutz der Felge, beispielsweise bei leichten Bordsteinkontakten.
"Fill & Go" ist ein Reifendichtmittel, welches im Pannenfall eine Weiterfahrt ermöglicht. Hierbei wird eine flüssige Kautschukmischung in den Reifen gegeben, dieser wird mit dem dazu gehörenden Kompressor mit Luft gefüllt. Ist die Beschädigung am Reifen nicht zu groß, verfestigt sich die Flüssigkeit und schließt die defekte Stelle. Fill & Go ist grundsätzlich anwendbar bei Nagel- bzw. Schrauben- oder Stichverletzungen bis zu 6 mm Durchmesser. Der Reifen sollte danach sofort in der nächsten Werkstatt ausgetauscht werden.
Der Flange-Protector, auch Felgenschutz genannt, ist eine Gummiverstärkung in der Seitenwand des Reifens zum Schutz der Felge bei leichten Bordsteinkontakten.
Die Flanke, auch Seitenwand genannt, ist eines der empfindlichsten Bauteile des Reifens. Sie beeinflusst maßgeblich Fahreigenschaft und Reifenkomfort. Je niedriger die Flanke gebaut ist, desto stabiler ist das Fahrverhalten. Das Verhältnis zwischen der Seitenwandhöhe und der Reifenbreite geht in der Reifenbezeichnung aus den Ziffern hinter dem Schrägstrich hervor (z. B. 205/55 R 16). In Extremsituationen – wie beim Überfahren eines Bordsteins – können die in in die Flanke reichenden Karkassfäden gequetscht und stark beschädigt werden. Wichtig für den Verbraucher: Auf der Flanke finden sich alle Informationen über Art, Herkunft, Alter, Produktionsstätte und Dimension des Reifens.
Die Flankenhöhe, auch Seitenwandhöhe, steht in einem Verhältnis zur Reifenbreite. Das bedeutet, dass bei einer Reifengröße von 205/55 R 16 der Wert 55 die Höhe des Reifens (von der Felge bis zur Lauffläche) angibt. In diesem Fall 55% von 205 mm. Man spricht von einem Reifen der Serie 55. Es gibt zurzeit Serien von 80 bis 25.
Die Fliehkraft ist abhängig vom Kurvenradius, Gewicht und Geschwindigkeit des Autos. Je schwerer und schneller ein Fahrzeug ist, umso mehr wird es in der Kurve von der Fliehkraft nach außen gedrängt.
Der Bereich des Reifens, der mit der Fahrbahn in Kontakt ist, also die Aufstandsfläche. Der Footprint ist abhängig von der Reifenkonstruktion, der gefahrenen Geschwindigkeit, dem Profildesign aber auch vom Reifendruck sowie der Radlast.
Königsklasse des Motorsports. Goodyear ist mit derzeit 368 gewonnenen Grand-Prix-Rennen mit großem Abstand der erfolgreichste Reifenhersteller in der Formel 1.
Bevor ein Reifen von einem Fahrzeughersteller eine "technische Reifenfreigabe" erhält, sind umfangreiche Entwicklungs- und Testarbeiten nötig. Neben den gesetzlichen Prüfungen auf Prüfständen spielen insbesondere die Fahrzeugprüfungen eine wesentliche Rolle. Dabei arbeiten die Reifen- und Fahrzeughersteller eng zusammen, um Fahrzeug und Reifen möglichst optimal aufeinander abzustimmen. Im Vordergrund steht dabei die Beurteilung des "Handlings". Unter diesem Begriff ist das Stabilitäts- und Lenkverhalten (Fahrdynamik) eines Reifens zu verstehen.
siehe Reifenfreigaben
Ein Reifen muss sich im Radkasten frei bewegen können. Dazu gehören Drehbewegung, Ein- und Ausfedern sowie der Lenkeinschlag. Diese Freigängigkeit muss bei allen Fahrbedingungen (Beladung, Fahrbahnunebenheiten usw.) gewährleistet sein. Verantwortlich ist der Fahrzeughalter, bei Umbereifung wird die Freigängigkeit durch die Prüforganisationen gecheckt.
Beim Abrollen erzeugt jeder Reifen Laufgeräusche in vielen verschiedenen Frequenzbereichen. Entwicklungsziel ist, dass sich diese gegenseitig aufheben, um ein möglichst ruhiges Abrollgeräusch zu erzeugen.
Frequenzspitzen sind die extremen Lautstärken innerhalb des Frequenzspektrums. Diese würden zu unangenehm lauten Abrollgeräuschen führen und werden konstruktionsseitig vermieden.
Luft ist das tragende Element des Reifens. Der Reifenfülldruck beeinflusst Fahrsicherheit, Benzinverbrauch und Reifenverschleiß wesentlich. Allerdings ist nur jeder vierte Autofahrer mit korrektem Luftdruck unterwegs. Bei zehn Prozent der Autofahrer liegt der Minderdruck sogar mehr als 0,6 bar unter dem Normalwert. Grund: Jeder Reifen verliert Luft, wenn auch schleichend. Das liegt an der Diffusion der Luftmoleküle durch die Gummischichten. Die Folgen: Die zunehmend schlappen Reifen übertragen immer weniger Kräfte – das Auto bremst schlechter, läuft nicht ordentlich geradeaus und lenkt ungenau. Schlimmer noch: Ab einem bestimmten Wert erhitzt der Reifen durch die Walkarbeit, in der Folge können erhebliche Schäden entstehen. Auch eingefahrene Gegenstände in der Lauffläche, Verletzungen der Seitenwand oder ein defektes Ventil können bei hohen Belastungen zu Schäden am Reifen führen. Schmutz, Staub und Feuchtigkeit können die Funktionsweise des Ventils beeinträchtigen, auch hier kann Luft entweichen. Daher ist immer darauf zu achten, dass das Ventilkäppchen fest angeschraubt ist.
Hauptfüllstoff der Gummimischungen von Reifen ist Ruß. Für Reifen gibt es ungefähr 40 verschiedene Rußtypen, die dem Gummi spezifische Eigenschaften vermitteln, Ruß ist z.B. für die schwarze Farbe verantwortlich. Seit einigen Jahren wird neben Ruß auch Silica als Füllstoff verwendet.
- Barum
- BFGoodrich
- Bridgestone
- Continental
- Dunlop
- Falken
- Firestone
- Fulda
- Goodyear
- Hankook
- Kleber
- Kumho
- Matador
- Michelin
- Nokian
- Pirelli
- Pneumant
- Sava
- Semperit
- Toyo
- Uniroyal
- Vredestein
- Yokohama