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Reifen für LKW und EM von der Küke Vertriebsgesellschaft

Küke Vertriebsgesellschaft mbH

Reifen ABC



S - Markierung

In einem neuen eurpoäischen Testverfahren werden die Laufgeräusche eines Reifens geprüft. Wenn das Geräuschverhalten den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten entspricht, bekommt der Reifen eine EG-Prüfnummer mit nachgestelltem "-S".
Analog zur 1998 eingeführten E-Kennung, in der die Belastbarkeit des Reifens überprüft wird, erhält auch der geräuschgeprüfte Reifen z.B. folgende Kennung: e4 0224806-S. Hierbei steht "e4" für das Land, in dem die Prüfung durchgeführt wurde, in diesem Fall Niederlande.
Diese Prüfung gilt für ganz Europa. Die Kennzeichnungspflicht wird ab 2009 stufenweise eingeführt.

Sägezahnbildung

Durch ungleichmäßige Abnutzung der Profilblöcke können diese optisch die Gestalt eines Sägeblattes annehmen – daher der Name. Entstehung: Die Gummiblöcke werden beim Ein- und Auslaufen in die Kontaktfläche auf der Straße verformt, die Hinterkante eines Profilblockes reibt dabei stärker ab als die Vorderkante. Es kommt verstärkt zu Vibrationen und damit zu einem starken Anstieg der Geräuschentwicklung. Dieser Bildung von Sägezähnen kann man durch rechtzeitiges Wechseln der Reifen zwischen Vorder- und Hinterachse vorbeugen. Bei Reifen, die nicht laufrichtungsgebunden sind, bietet sich auch der Wechsel über Kreuz an.

Schlauch

Der Einsatz eines Schlauches ist heutzutage nicht mehr üblich. Bei den wenigen Sonderfällen, bei denen Reifen mit Schlauch gefahren werden, zum Beispiel Tube Type (Schlauchreifen), sollte immer ein neuer Schlauch verwendet werden, da alte Schläuche ausgedehnt sind und sich in Falten legen können. Der Faltenwurf führt zu Unwuchterscheinungen und zum Scheuern des Schlauchs an der Reifeninnenseite.

Schlauchlose Reifen

1943 wurde der erste schlauchlose Reifen entwickelt. Heute sind diese Reifen eine Selbstverständlichkeit. Reifen dieser Bauart werden mit "tubeless" gekennzeichnet. In Ausnahmefällen, z.B. bei Oldtimern mit Felgen ohne Hump, müssen als tubeless gekennzeichnete Reifen mit Schlauch gefahren werden. Aber Achtung: Die Innenseite des Reifens darf nicht rauh sein und keine scharfkantigen oder spitzen Gegenstände wie Aufkleber oder ähnliches aufweisen. Das Einziehen eines Schlauches zur Reifenreparatur ist sogar gesetzlich verboten!

Schlupf

Von Schlupf spricht man, wenn mit zunehmenden Kräften, die das Rad auf die Straße übertragen muss, der Reifen mehr und mehr zu radieren beginnt. Damit ist die Relativbewegung zwischen der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Reifen-Umfangsgeschwindigkeit gemeint. Dies ist z.B. der Fall, wenn ein Reifen abgebremst wird. Dann dreht er sich etwas langsamer, als es der Geschwindigkeit des Fahrzeuges entspricht. Die dabei pro Reifenumdrehung zurückgelegte Strecke entspricht dann nicht mehr dem Abrollumfang. Hundertprozentiger Schlupf herrscht, wenn die Räder haltlos durchdrehen oder völlig blockieren.

Schneeflockensymbol

Das Schneeflockensymbol, offiziell "Snowflake - Mountain Symbol" (SMS) genannt, ist eine Kennzeichnung für Winterreifen, die in einem genormten Test ihre Wintereigenschaften unter Beweis gestellt haben. Somit erhält der Verbraucher eine klare Orientierung für die Wahl der richtigen Winterreifen. Im deutschen Gesetz ist das Schneeflockensymbol bislang noch nicht berücksichtigt, lediglich durch die M+S-Markierung wird ein Reifen laut Gesetz zu einem Winterreifen. Jedoch gibt es einige Reifen mit M+S-Kennung, die keine ausreichende Wintertauglichkeit besitzen.

Schneeketten

"Bei extremen Schnee- und Streckenbedingungen, die auch mit Winterreifen nicht mehr zu bewältigen sind, bieten Schneeketten oft die einzige Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen. Zehn Schneeketten-Tipps:

    1. Bei etlichen Breitreifen-Größen ist aus Platzgründen keine Kettenmontage möglich.

    2. Vor dem Kauf darauf achten, dass die Kettengröße mit der tatsächlichen Bereifung und der Felge kombinierbar ist.

    3. Kettenmontage auf jeden Fall zu Hause üben.

    4. Vorsicht bei der Kombination von Ketten und Leichtmetallrädern. Bei manchen Kettentypen ist eine Beschädigung der Felge möglich.

    5. Ketten immer auf die Antriebsräder montieren, bei Allradantrieb in der Regel auf die Vorderräder. Im Zweifel beim Fahrzeughersteller anfragen.

    6. Beim Fahren mit Ketten haben die kettenlosen Räder erheblich weniger Seitenführung und blockieren beim Bremsen früher.

    7. Mit Ketten die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten.

    8. Auf schneefreier Fahrbahn die Ketten möglichst sofort demontieren.

    9. Nach Gebrauch die Ketten mit heißem Wasser abspülen und trocknen lassen (auch Edelstahlprodukte).

    10. Für teure Ketten lohnt eine Reparatur beim Hersteller. Außerdem lassen sie sich auch auf andere Reifengröße anpassen.

Schnelllauffestigkeit

Die auf die Reifen wirkende Zentrifugalbeschleunigung ist extrem - bei 200 km/h beispielsweise beträgt sie die tausendfache Erdbeschleunigung. Deshalb steht gerade bei der Konstruktion von Hochgeschwindigkeitsreifen die Schnelllauffestigkeit im Fokus. Hierzu werden die Reifen über den hochfesten Stahlgürtellagen zusätzlich mit mehreren Nylonabdeckungen versehen.

Schräglaufwinkel

Je schwerer und schneller ein Auto ist, desto stärker wird es durch die Fliehkraft nach außen gedrängt. Bei der Kurvenfahrt werden die Reifenaufstandsflächen verformt.
Die Kompensation der Fliehkraft in den Aufstandsflächen ist ein sehr kompliziertes Zusammenspiel vielfältiger Kraftkomponenten. Ein Reifen kann nur dann Seitenkräfte übertragen, wenn eine Geschwindigkeitskomponente quer zur Umdrehungsrichtung hinzukommt und der Reifen etwas schräg zur Fahrtrichtung läuft, also unter dem Schräglaufwinkel. Dieser Winkel entsteht dadurch, dass das Fahrzeug bei Kurvenfahrt nicht nur die Kräfte in Rollrichtung des Reifens übertragen kann, sondern außerdem von der Fliehkraft erfasst wird, die das Fahrzeug aus der Kurve ziehen will.

Schulter

Als Schulter bezeichnet man den äußeren Rand der Lauffläche, bevor diese in die Seitenwand übergeht. Der gesamte Schulterbereich ist mit Querrillen zur Wasserableitung versehen, bei Winterreifen, Ganzjahresreifen und Geländereifen befinden sich zudem in der Schulter die sogenannten Greifkanten. Diese ermöglichen auch bei winterlichen Bedingungen oder Fahrten im Gelände ein sicheres Weiterkommen.

Schulterabrieb

Beidseitiger Schulterabrieb ist oft ein Zeichen für zu geringen Luftdruck im Reifen oder zu hohe Beladung. Bei einseitigem Schulterabrieb ist die Ursache meist in der Achsgeometrie zu suchen. Eine sportliche Fahrweise verursacht oft einen erhöhten Verschleiß an der Reifenaußenschulter.

Schulterblock

Positivanteil des Profils im Schulterbereich des Reifens. Diese sogenannten Blöcke sind unterschiedlich breit und vermeiden so Intervallgeräusche.

Schwefel

Neben vielen anderen Chemikalien besitzt elementarer Schwefel eine wichtige Funktion: Erst durch seine Beimischung vernetzen sich während der Vulkanisation die langen Molekülketten des Kautschuks - aus plastisch-klebrigem Material wird elastischer Gummi.

Seitenführungskraft

Seitenführungskraft ist die Kraft, die ein Reifen aufbringen muss, um das Fahrzeug bei Kurvenfahrten stabil zu halten. Da ein Reifen nur eine maximale Gesamtkraft (Seiten- und Längskraft) übertragen kann, wird durch starkes Beschleunigen oder Bremsen die maximal mögliche Seitenführungskraft reduziert.

Seitenschlag

Abweichung vom Rundlauf des Reifens in horizontale Richtung. Bei höherem Tempo führt das zu unangenehmen Vibrationen. Das Phänomen wird durch das Matchen – das Drehen des Reifens auf der Felge – bekämpft. Das ist bei heutigen Produktionsmethoden allerdings nur selten notwendig.

Seitenwand

Die Seitenwand oder auch Flanke eines Reifens ist der flexibelste und zugleich empfindlichste Teil der gesamten Konstruktion. Die Seitenwand beeinflusst sowohl die Fahreigenschaften als auch den Fahrkomfort. Oft sind Beschädigungen der Seitenwand, zum Beispiel durch zu schnelles Überfahren einer Bordsteinkante, für das bloße Auge nicht zu erkennen. Der Reifenausfall ist vorprogrammiert!

Seitenwand-Kennzeichnung

Selbsttragende Reifen

siehe RunOnFlat

Serienbereifung

Serienbereifung bezeichnet alle Reifengrößen, die vom Fahrzeughersteller für ein Fahrzeug zugelassen sind. Im Gegensatz zu früher sind heute bereits viele Möglichkeiten durch den Fahrzeughersteller gegeben. Diese Informationen finden Sie in den COC-Papieren Ihres Fahrzeugs. Neben der Serienbereifung kann ein Fahrzeug auch auf andere Reifen umgerüstet werden.

Silica

Silica bedeutet für die Reifentechnologie einen immensen Fortschritt. Das unscheinbare Pulver ist ein in der Gummimischung enthaltener Füllstoff und wird aus einer Kieselsäureverbindung (Quarzsand) gewonnen. Silica reduziert den Rollwiderstand und verbessert gleichzeitig das Nässeverhalten. Auch lässt sich so eine höhere Laufleistung erzielen. Diese Chemietechnologie verhalf den Reifen zu einer Verbesserung des gesamten Leistungsspektrums. Dies machte sich insbesondere bei der Entwicklung von Winterreifenmischungen positiv bemerkbar.

Slick

Ein Slick ist ein profilloser Rennreifen, der im Motorsport auf trockener Straße eingesetzt wird. Ein Reifen für leicht feuchte Streckenbedingungen wird hingegen als Intermediate bezeichnet. Rennreifen für nasse Fahrbahnen werden als "wet" oder sogar als "heavy wet" bezeichnet. Durchmesser, Breite und Felgendurchmesser sind teilweise im Reglement vorgegeben.

SmartTRED

Das SmartTRED-Konzept gewährleistet exzellente Traktion im Winter und optimale Haftung im Sommer. Diese Technologie verbindet unterschiedlichste Reifeneigenschaften miteinander. Die Kombination von stabilen Schulterblöcken, einer stark lamellierten Mitte und einer besonderen Bodenaufstandsfläche sorgt für die selbsttätige und flexible Anpassung des Reifens.

SMS

Abkürzung für Snowflake Mountain Symbol. Siehe auch Schneeflockensymbol

Snowflake Mountain Symbol (SMS)

Sommerreifen

Dieser Begriff bezeichnet Reifen, die speziell für trockene oder regennasse Straßen außerhalb der Winterzeit, also insbesondere für höhere Temperaturen entwickelt wurden. Im Gegensatz zu Winterreifen entfalten Sommerreifen ihre volle Kraftübertragung bei Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts.

Speed-Index SI

Spikes

Spikes sind spezielle Nägel in der Lauffläche, die die Traktion auf Eis massiv verbessern. Diese wurden 1975 in Deutschland verboten (weil sie die Fahrbahndecke beschädigen) und sind heute nur noch mit Einschränkungen in skandinavischen Ländern erlaubt.

Spiral Overlay

siehe Nylonbandage

Spur

Die Spur- und Sturzeinstellung gehört zu den Fahrwerkseinstellungen, die vom Fahrzeughersteller vorgegeben werden. Sie ist kein direkter Bestandteil der regelmäßigen Wartungsarbeiten an Autos. Die Spur ist die Stellung von linkem und rechtem Rad zueinander. Mit Hilfe von modernen Achsmess - Systemen erfolgt die Einstellung millimetergenau. Eine falsche Spureinstellung hat negative Auswirkungen auf Reifenverschleiß und Fahrverhalten.

Spurweite

Abstand zwischen den Reifenmitten einer Achse. Kann zwischen Vorder- und Hinterachse differieren. Bei Verwendung von Rädern mit kleinerer Einpresstiefe wird die Spurweite vergrößert.

Stahlgürtel

Zwischen der Karkasse – dem Unterbau des Reifens – und der Lauffläche liegen mehrere Lagen gummierter Stahldrähte. Diese Gürtellagen bilden einen spitzen Winkel zur Lauffläche des Reifens. Der Gürtel sorgt für die Stabilität des Reifens und optimiert eine Vielzahl von Eigenschaften: Er verringert z.B. den Rollwiderstand oder senkt die Temperatur im Reifen. Damit die Stahlcordfäden nicht rosten und inneren Halt finden, werden sie mit Messing überzogen. Trotzdem kann bei einer Beschädigung des Reifens Feuchtigkeit eindringen und der Stahlgürtel rosten. Die Folge: Es kann zu gefährlichen Gürtelablösungen kommen.
Der Gürtel wurde bereits aus verschiedenen Materialien hergestellt. So verwendete man in den Anfängen der Reifenherstellung Textilcord. In einigen modernen Hochleistungsreifen wird heute sogar Aramid-, also Kohlestofffaser, eingesetzt.

Straßenverkehrsordnung

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) der Bundesrepublik Deutschland ist eine Rechtsverordnung. Nach der Straßenverkehrs-Ordnung werden die Regeln für sämtliche Teilnehmer am Straßenverkehr klassifiziert. Leitgedanke ist das gegenseitige Rücksichtsnahmegebot.
Unter anderem wird hierin auch das Thema Winterreifenpflicht geregelt: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung den Wetterverhältnissen anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage.“

Das bedeutet konkret, dass am besten beraten ist, wer im Sommer Sommerreifen und im Winter Winterreifen fährt. Auch Ganzjahresreifen mit SMS-Kennung entsprechen den Vorschriften des Gesetzgebers.

Wer bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen fährt, muss mit einer Strafe von mindestens 20 Euro rechnen. Diese kann bei Verkehrsbehinderung bis auf 40 Euro angehoben werden. Achtung: Bei einem Unfall gilt bereits seit Jahren: Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt wird, trägt grundsätzlich Mitschuld. Zusätzlich können Punkte ins Flensburger Strafregister fällig werden

Sturz

Die Spur- und Sturzeinstellung gehört zu den Fahrwerkseinstellungen, die vom Fahrzeughersteller vorgegeben werden. Unter Sturz versteht man die Neigung eines Rades bzw. seiner Mittellinie gegenüber der Senkrechten zur Fahrbahn. Ist das Rad oben nach außen geneigt, dann ist der Sturz positiv (+); bei oberer Neigung des Rades nach innen ist der Sturz negativ (-). Dadurch werden die Reifenaufstandsflächen einseitig (innen oder außen) belastet, wodurch sich die Tragfähigkeit der Reifen reduziert. Dies kann bis zu einem gewissen Punkt durch erhöhten Luftdruck ausgeglichen werden.

Stütz-Ring

Der Stütz-Ring ist ein System, das sich im Innern des Reifens befindet, um das Fahrzeug bei einem Verlust des Luftdrucks zu tragen und eine Weiterfahrt zu ermöglichen. Diese Art der Notlaufsysteme verliert seit Einführung der RunOnFlat-Technologie immer mehr an Bedeutung.
Eine zukünftige Verwendungsmöglichkeit wird der Einsatz auf schweren gepanzerten Fahrzeugen sein.